Alarmübung Stromausfall

Großflächiger Stromausfall in Hassel

Zappendustere Straßen, kein Licht in Wohnungen und da ohne Strom auch keine Pumpen funktionieren auch kein Wasser aus den Leitungen. Dieses Szenario eines großflächigen Stromausfalls spielte sich jetzt in Hassel ab und diente als Übung für den Ernstfall für die örtliche Stützpunktwehr. Die Alarmübung hatten sich Ortsbrandmeister Thomas Meyer und sein Stellvertreter Markus Frantz ausgedacht, um diese so realistisch wie möglich zu machen, hatte ein Mitarbeiter der Avacon die Straßenbeleuchtung in der Kirchstraße abgeschaltet und Anwohner hatten die Lichter in Wohnungen und auf den Grundstücken ausgestellt. Die Feuerwehr wurde am Abend um 17:48 Uhr zu einer allgemeinen technischen Hilfeleistung unter dem Stichpunkt „Feuerwehrhaus besetzen“ alarmiert. Am Feuerwehrhaus angekommen erwartete die Ehrenamtlichen die erste Überraschung, denn üblicherweise gehen die Tore und Türen bei einer Alarmierung automatisch auf. In diesem Fall mussten sie im dunklen manuell mit einem Schlüssel durch eine rückwärtige Tür und die Tore der Fahrzeughalle von innen öffnen. Kaum waren die Fahrzeuge vor der Halle, um im Innenraum einen Anlaufprunkt für Bürger einzurichten, waren laute Hilferufe zu hören. Die Rufe kamen aus einem naheliegenden Wohnhaus aus dem ersten Stock, das Szenario hier: eine Frau war in der dunklen Wohnung gestürzt, ihre nachtblinde Freundin zu Besuch traute sich allerdings nicht die Treppe herunter. Die Einsatzkräfte mussten sich also zunächst Zutritt zum Haus verschaffen und die „verletzte“ Person mit einer Trage nach draußen verbringen, wo sie dem Rettungsdienst übergeben wurde (dieser war da es sich um eine Übung handelte nicht vor Ort). Während die Personenrettung lief, wurde zudem im Feuerwehrhaus, das in so einem Fall als Anlaufstelle für Bürger dient, mittels Notstromaggregat für Licht gesorgt, Stühle aufgestellt, und aus einem naheliegendem Bohrbrunnen eine Wasserversorgung zum Feuerwehrhaus aufgebaut, um die Bürger von Hassel, deren Trinkwasserversorgung durch den Stromausfall nicht funktionierte, mit Brauchwasser versorgen zu können und mit Wasserkocher auch abgekochtes Wasser für Babynahrung. Bei der anschließenden Nachbesprechung gab es einen einstimmigen Tenor, dass es wichtig ist, so einen Notfall auch einmal geübt zu haben, denn es kann jederzeit zu einem Stromausfall kommen, bei dem Bürger dessen Telefone und mit leerem Akku auch keine Handys mehr funktionieren eine Anlaufstelle haben. Angelehnt war diese Übung im Rückblick an Stromausfälle in größeren Städten, die über Stunden andauerten, wie zum Beispiel im Jahr 2005, wo in Münster durch ein Schneechaos die Stromversorgung sogar über mehrere Tage ausfiel. Ein Dank galt den Anwohnern, Angehörigen und Bekannten der Feuerwehr, die die Übung durch ihre Mithilfe durch das Ausschalten ihrer Lichter, oder das Spielen der Verletzten oder Bürger unterstützt hatten.