Gebäudebrand fordert Feuerwehren
Extrem gefordert waren die Feuerwehreinsatzkräfte am frühen Sonntagmorgen bei einem Gebäudebrand in Eitzendorf. Um 6.53 Uhr wurden die Feuerwehren Eitzendorf, Wechold, Wienbergen, Hoya, Magelsen und Heesen alarmiert. Unterstützung bekamen sie durch ein Tanklöschfahrzeug aus Martfeld sowie die Drehleiter und ein weiteres Löschfahrzeug aus Verden. Ebenfalls wurden zur Einsatzstelle gerufen die Einsatzleitungen Ort aus Bücken und Eystrup sowie die Hygienegruppe aus Hämelhausen. Zur Eigensicherung war auch der Rettungsdienst mit einigen Kräften vor Ort. Schon die Anfahrt zur Einsatzstelle gestaltete sich teilweise sehr herausfordernd, da Schneeverwehungen und Straßenglätte eine zügige Fahrt verhinderten. Als die ersten Einsatzkräfte an der Brandstelle eintrafen stand ein landwirtschaftliches Nebengebäude bereits in Vollbrand und auch angrenzende Gebäudeteile wurden in Mitleidenschaft gezogen. Ein Übergreifen auf das Wohnhaus konnte durch eine von Einsatzleiter Jan Schumacher eingeleitete Riegelstellung verhindert werden. Einige im und in der Nähe des Brandobjektes befindliche Fahrzeuge wurden jedoch Opfer der Flammen. Schwierig gestaltete sich die Löschwasserversorgung, da die Zuwegungen zur Einsatzstelle noch nicht geräumt und die Wasserentnahmestellen zum Teil zugeschneit waren. Hier noch einmal ein Appell der Feuerwehr an die Bevölkerung, bitte darauf zu achten, das Unterflurhydranten und Löschwasserbrunnen in der Nähe frei gehalten werden. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung musste der Löschangriff auch im Außenbereich z. T. unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Erschwerend kam hinzu, dass bei Temperaturen unter null Grad das Löschwasser in den Schläuchen und Armaturen hätte gefrieren können. Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit warmen Getränken. Noch während der Einsatz lief wurde die Feuerwehrtechnische Zentrale informiert, um gebrauchte Schläuche und Atemschutzgeräte auszutauschen. Für die Hygienegruppe aus Hämelhausen war dieses der erste Einsatz um Einsatzkräfte mit frischer Kleidung auszurüsten und die kontaminierte Einsatzkleidung entgegen zu nehmen. Bis in die Mittagstunden waren ca. 90 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Angaben zur Brandursache und Schadenshöhe können noch nicht gemacht werden. Die Polizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen.


