Zwei nächtliche Brände in Hassel

        

Zwei Brandeinsätze fordern Feuerwehren die ganze Nacht

In der Nacht zu Sonntag forderten zwei aufeinanderfolgende Brände zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr die ganze Nacht. Um 0:11 Uhr alarmierten Sirenen und Meldeempfänger die Wehren Hassel, Hämelhausen und Hoya zunächst zu einem Garagenbrand in der Kirchstraße in Hassel. Dort stand eine Garage bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Ein PKW befand sich zurzeit nicht in dem Gebäude. Unter der Einsatzleitung von Markus Ullrich aus Hassel bekämpften die Einsatzkräfte unter Atemschutz, dem Einsatz eines Tanklöschfahrzeugs und der zusätzlich verlegten Wasserversorgung und Schaummittel das Feuer. Eine Feuerwehrkameradin kam mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Als Ursache für diesen Brand könnte vermutlich ein technischer Defekt eines Akkus von einem E-Bike, das in der Garage abgestellt war verantwortlich sein. Noch während der Aufräumarbeiten nach dem Garagenbrand ging die nächste Alarmierung um 2:06 Uhr zu einem Gebäudebrand im Hassler Bruch, Nahe dem Hämelsee ein, die die Freiwilligen Feuerwehren Eystrup, Hämelhausen, Hassel, Gandesbergen und Hoya auf den Plan rief. Bei beiden Einsätzen waren außerdem der stellvertretende Gemeindebrandmeister Wilfried Gütz und die Polizei aus Hoya vor Ort. Hier stand ein gerade vor zwei Wochen renoviertes Wochenendhaus in Brand, wo ein Ofen als Auslöser vermutet wird. Die Bewohnerin, die sich am Wochenende dort aufhielt hatte den Brand bemerkt, das Gebäude verlassen und den Notruf abgesetzt. Sie wurde vor Ort vorsichtshalber vom Rettungsdienst auf eine Rauchgasvergiftung untersucht, brauchte aber nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Das im Anbau ausgebrochene Feuer hatte sich durch die Dämmung schnell auf den Hauptteil des Wochenendhauses ausgebreitet. Um besser an das Feuer heranzukommen wurde das Dach mit einem Teleskoplader eines ortsansässigen Landwirts erst angehoben und dann heruntergeschoben. Unter der Einsatzleitung von Hämelhausens Ortsbrandmeister Thomas Schnabel waren hier neben verlegten Schlauchleitungen, drei Tanklöschfahrzeuge (TLF) und insgesamt rund 86 Einsatzkräfte, teils unter schwerem Atemschutz viereinhalb Stunden im Einsatz. Die Besatzungen der TLF´s aus Eystrup und Hassel, sowie die FF Hämelhausen leistete zudem noch eine weitere Stunde bis 7:30 Uhr Brandwache, um ein eventuelles Aufflammen sofort unter Kontrolle zu haben. Zwei Mitglieder der FF Hämelhausen hatten ihre Feuerwehrkameraden am frühen Morgen mit heißem Kaffee und Brötchen versorgt.

Fotos (alle vom Einsatz am Hassler Bruch): Kai Clabes

Text: M. Thiermann