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Gefahrgutalarm in Warpe: 80 Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Am Donnerstagabend heulten in mehreren Orten der Samtgemeinde die Sirenen. Grund war eine unangekündigte Alarmübung auf dem Gelände der Firma Mittelweser Tiefbau in Warpe. Angenommen wurde, dass mehrere chemische Stoffe ausgetreten waren und miteinander reagierten. Dabei sollte sich Chlorgas gebildet haben. Angehörige der Firma befanden sich noch im Gefahrenbereich, mussten daher gerettet und anschließend dekontaminiert werden. Zusätzlich war eine Personensuche auf dem weitläufigen Firmengelände erforderlich.

Die ersten am Einsatzort eintreffenden Kräfte der Feuerwehr Warpe erkundeten den betroffenen Bereich, sperrten ihn ab und kennzeichneten ihn als Gefahrenbereich. Unter Atemschutz gingen anschließend Einsatzkräfte zur sofortigen Menschenrettung und zur Suche nach weiteren Personen vor. Im weiteren Übungsverlauf kamen auch Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen (CSA) zum Einsatz. Sie mussten Anzahl und Art der ausgetretenen Stoffe untersuchen und die betroffenen Behältnisse sichern. Die Fläche, die mit den ausgelaufenen Stoffen kontaminiert war, wurde anschließend mit Chemikalienbinder abgestreut.

Für das ausgearbeitete Übungsszenario wurde ein umfangreiches Aufgebot an Einsatzkräften zusammengezogen. Beteiligt war insbesondere der Zug I – Nord der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt mit den Feuerwehren Bücken, Hassel, Hoya, Schweringen und Warpe. Hinzu kamen der ABC-Zug aus Nienburg, der Abrollbehälter Gefahrgut der Kreisfeuerwehr, die Feuerwehr Gandesbergen, die Einsatzleitung Ort (ELO) der Samtgemeinde und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Sebastian Rehmstedt. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr beteiligt. Unterstützt wurde die Übung durch den Rettungsdienst mit sechs Kräften und drei Fahrzeugen. Da nach Abschluss der Übung Geräte und Material getauscht werden mussten, stand die Rufbereitschaft der Kreisfeuerwehr zur Verfügung.

Nach rund drei Stunden war die Übung einschließlich der Nachbereitung und einer gemeinsamen Stärkung beendet.

Text: Dr. Andreas Kubier, Feuerwehrpressesprecher Samtgemeinde Hoya
Bilder: Feuerwehr Warpe