JHV der FF Hoya

von links: (hinten) die stellvertretende Ortsbrandmeisterin Petra Guder, Detlef Kuhlmann, Daniel Hatesohl, Alexander Gütz, Oliver Endres, Ortsbrandmeister und stellvertretender Gemeindebrandmeister Wilfried Gütz, sowie vorne, sitzend: Guido Kruse, Mario Kramer und Frauke Gütz

Von Verden über Schweden, Diepholz nach Meppen / Feuerwehr Hoya blickt auf arbeitsreiches Jahr zurück

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hoya begrüßte der Ortsbrandmeister und stellvertretende Gemeindebrandmeister Wilfried Gütz im Saal des Lindenhof Hoya zahlreiche Kameraden, sowie Gäste aus Politik Firmen und Hilfsorganisationen. Die Stützpunktwehr besteht derzeit aus 63 Aktiven in der Einsatzabteilung, zwölf in der Altersabteilung, 207 Fördermitgliedern, 19 in der Jugendfeuerwehr Hoya und 20 in der Kinderfeuerwehr Hoya. Die Hoyaer Brandschützer hatten im vergangenen Jahr 12.106 Stunden in die ehrenamtliche Feuerwehrarbeit investiert. Würde man diese Stunden mit einem Mindestlohn von 8,84 Euro die Stunde verrechnen kämen sie auf 107.017,04 Euro! 7.431 Stunden sammelten sich bei den Diensten und Ausbildungen. Zwischen der Abholung des neuen Tanklöschfahrzeugs (TLF) 4000 Ende Dezember 2017 und der offiziellen feierlichen Übergabe im April wurde eine Vielzahl an Ausbildungsdiensten auf das moderne Fahrzeug mit all seinen Gerätschaften nötig. Ausbildungen erfolgten zudem, teilweise zusammen mit den kooperierenden Wehren Mehringen und Hoyerhagen zu den Themen Schaumausbildung, Flächen- und Vegetationsbrände zum Beispiel in Zusammenhang mit den angeschafften Löschrucksäcken, oder der Umgang mit der Rettungssäge. Ende des Jahres wurde außerdem ein Zieh-Fix-System beschafft, das es ermöglicht verschlossene Wohnungstüren für den Rettungsdienst ohne größere Beschädigungen zu öffnen. Die erlangten Erfahrungen aus den Ausbildungen und Übungen brauchten die Einsatzkräfte wenige Zeit später bis zum Jahresende, denn sie waren bei 70 Alarmierungen 3.651 Stunden im Einsatz. Neben zehn Fehlalarmen rückten sie zu 24 technischen Hilfeleistungen und 36 Brandeinsätzen aus. Hier waren die Hoyaer im vergangenen Jahr weit über die Grenzen der Samtgemeinde Hoya hinaus unterwegs. Etwa im Mai bei den Böschungsbränden entlang der Bahnstrecke von Hassel bis in das Stadtgebiet Verden hinein, im Juli dann die verheerenden Waldbrände im Königreich Schweden, wo eine Kreiseinheit aus dem Landkreis Nienburg mit 52 Einsatzkräften, unter ihnen sechs Kameraden und das TLF 4000 zehn Tage im Einsatz waren und im September dann noch der Moorbrand in Meppen. Hinzu kamen noch nachbarschaftliche Löschhilfen im Landkreis Diepholz, wie bei dem Waldbrand im Sellingsloh, oder dem Flächenbrand in Stapelshorn. Kein Wunder das das erst ein Jahr alte TLF 4000 eine Jahreskilometerleistung von rund 5.500 Kilometer und eine Pumpenbetriebsdauer von 65 Stunden erbrachte. Zum Vergleich: normal wären 500 bis 600 Kilometer und etwa 15 Stunden Pumpenbetrieb! Aber auch in der heimischen Samtgemeinde waren etliche Flächenbrände, Heckenbrände, Ölspuren, ein Großbrand in Wechold, drei Gefahrguteinsätze, oder auch nicht so alltägliche Einsätze wie ein gekentertes Boot in der Weser, ein LKW der seine Ladefläche verlor und wieder fahrtüchtig gemacht wurde oder ein brennender LKW voller gepresster Schrottautos zu bewältigen. Einen besonderen Dank sprach Gütz den Firmen aus, die die Ortswehr immer wieder bei den Altpapiersammlungen mit der Bereitstellung von LKWs unterstützen. Die Blaulichtfete die im vergangenem Jahr mit allen Hilfsorganisationen und der Polizei im Lindenhof gefeiert wurde, fand so gute Resonanz das diese 2020 widerholt werden soll. Augenmerk in diesem Jahr liegt auf dem Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg das vom 05. Bis zum 14. Juli in Hoya stattfindet, hier bat der Ortsbrandmeister seine Kameraden sich den Termin möglichst einzuplanen, da jede helfende Hand benötigt wird damit das Highlight der Jugendfeuerwehren auch in Hoya ein gelungenes Event wird. Am 08. November steht dann noch das 25jährige Jubiläum des Laternenfests an, das in Kooperation mit dem Musikzug der Grafenstadt organisiert und jedes Jahr wieder großen Anklang findet. Neben den Berichten von Jugendwart Guntram Borgmann, Kinderfeuerwehrwartin Yvonne Prange, Kassenwartin Sarah Kramer und Grußworten der Gäste standen aber auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Für ihre 25jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden Guido Kruse, Mario Kramer und Christoph Rose geehrt, sowie Detlef Kuhlmann für seine 40jährige Treue. Für die beste Dienstbeteiligung bekam Frauke Gütz und für sehr gute Dienstbeteiligungen die Brüder Mario und Daniel Hatesohl jeweils ein Fotobuch überreicht. Mit einem kleinen Geschenk wurde auch Walter Mathias von der Partnerwehr Hannover-Linden bedacht, der als Ortsbrandmeister ausscheidet und in den wohlverdienten Feuerwehr-Ruhestand geht. Zudem wurden Mario Kramer zum Gruppenführer und Oliver Endres zum stellvertretenden Gruppenführer ernannt. Ewald Radeke wurde in die Altersabteilung und Burkhard Trumpke von den Atemschutzgeräteträgern verabschiedet, Trumpke bleibt der Einsatzabteilung aber weiterhin erhalten.