JHV FF Hoya

„Ohne euch hätten wir längst nicht so viel erreicht“

Mitglieder und Gäste der Stützpunktwehr Hoya kamen nun zu ihrer Jahreshauptversammlung im Restaurant Lindenhof zusammen, zu der Ortsbrandmeisterin Petra Guder und ihr Stellvertreter Mario Kramer zahlreiche Teilnehmer begrüßten. Die Wehr besteht aktuell aus sechzig Aktiven Feuerwehrkameraden, von denen, wie in den Grußworten mehrfach betont wurde wie wichtig die Jugendarbeit ist, eine stolze Zahl von dreißig Kameraden zuvor in der Jugendfeuerwehr aktiv war. Weiterhin gehören der Ortswehr sechzehn Alterskameraden, sowie hundertsechsundneunzig Fördermitglieder an, in der Jugendfeuerwehr Hoya sind derzeit vierzehn Mitglieder aktiv, sowie in der Kinderfeuerwehr neunzehn Jungen und Mädchen. Im vergangenen Jahr hatten die Hoyaer Brandschützer insgesamt vierundsechzig Einsätze abzuarbeiten. Zu den einundzwanzig Brandeinsätzen und neunundzwanzig technischen Hilfeleistungen zählte ein breites Spektrum vom Scheunenbrand, Werkstatt- und Carportbrand über Verkehrsunfälle, Ölspuren, aufgelaufene Brandmeldeanlagen bis hin zu Türöffnungen für den Rettungsdienst. Neben einem Reh das unverletzt aus dem Geländer an der Weserpromenade gerettet werden konnte, gab es leider auch gleich zwei Wohnungsbrände mit Kohlenmonoxidvergiftungen der Bewohner. Zudem wurden dreiundvierzig Lehrgänge absolviert, zu denen unter anderem der Truppmann1, Atemschutz, Gruppenführer oder Motorsägenlehrgang gehörten. Zu weiteren zahlreichen Aktionen zählten neben einer Paddeltour auf der Weser und einer Weihnachtsfeier zur Kameradschaftspflege das Highlight des Jahres, die Einweihung des Feuerhauses mit einem Tag der offenen Tür, dessen Vorbereitungszeit mit vielen begeisterten Besuchern und viel Spaß belohnt wurde. Im November konnte das neue LF20 aus Hohenlinden in Bayern abgeholt werden und das große beliebte Laternenfest konnte nach zwei Jahren endlich wieder über die Bühne gehen. Bei all den Aktionen, von Einsätzen über Dienste, Lehrgänge, Organisationen bis hin zur Gerätepflege kamen ganze 9.130 Stunden zusammen, was bei dem Mindestlohn von zwölf Euro stattliche 109.560,- Euro ergeben würde. Aber auch zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und Ernennungen standen auf der Tagesordnung. Befördert wurde Kilian Bühler zum Feuerwehrmann, Kristof Meyer und Marek Tiltz zum Oberfeuerwehrmann, Tim Kuhlmann und Reiner Völke zum Hauptfeuerwehrmann, Franziska Endres zur 1. Hauptfeuerwehrfrau und Ralph Stöhr zum Oberlöschmeister. Geehrt wurden für 25 Jahre Silke Gütz, Cornelia von Weyhe, Oliver Endres und Kay Reinke, für 40 Jahre Petra Guder und für 50 Jahre der stellvertretende Gemeindebrandmeister und ehemalige Ortsbrandmeister von Hoya Wilfried Gütz. Mit einer Dankeschön-Urkunde und einem Präsentkorb wurde das Fördermitglied Klaus Lange für sein besonderes Engagement für die Feuerwehr mit den Worten „wenn man ihn braucht ist er immer da“ geehrt. Gewählt wurde Alexander Gütz zum Kassenprüfer. Bereits auf der Dienstversammlung gewählt und nun in ihren Ämtern ernannt wurden Kinderfeuerwehrwartin Nadine Altenau, ihre Stellvertreterin und gleichzeitig Kassenwartin Sarah Kramer, der Gerätewart Tobias Grimmelmann und sein Stellvertreter Daniel Hatesohl, zum Sicherheitsbeauftragten und gleichzeitig Gruppenführer Gefahrgut Maik Schwanewede und zum Gruppenführer Gefahrgut Nils Trumpke. Aus dem Kommando verabschiedet wurden zudem der Sicherheitsbeauftragte Guido Kruse und der Gruppenführer Gefahrgut René Altenau. Passend zu seiner 50jährigen Ehrung gab Wilfried Gütz einen kleinen Rückblick, wie es vor fünfzig Jahren in der Feuerwehr aussah, als die Feuerwehr Hoya lediglich aus siebenundzwanzig Aktiven bestand, mit wenig Technik und ohne Leitstellen. „Heute ist alles sehr zum Vorteil der Feuerwehr alles zusammengewachsen und voll ausgestattet“. Er appellierte auch an seine Kameraden „bringt junges Blut mit rein, wie wichtig es ist, sieht man jeden Tag“. Jugendfeuerwehrwart Ralph Stöhr berichtete aus der Jugendfeuerwehr Hoya von mehreren Neuzugängen, die nicht nur aus der Kinderfeuerwehr kamen und dankte den Sponsoren „ohne die die Jugendarbeit nicht möglich wäre“. Kinderfeuerwehrwartin Nadine Altenau gab einen Rückblick aus der Kinderfeuerwehr mit vielen Aktionen, Highlight für die Kids war das Gemeindezeltlager, bei dem achtzehn Kinder drei Tage und zwei Nächte verbracht hatten was für die Kleinsten der Feuerwehr eine großartige Erfahrung war. Sie dankte der Einsatzabteilung zudem für die immer wieder selbstverständliche Unterstützung in der Nachwuchswehr. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Georg Bühmann berichtete aus dem vergangenem Jahr auf Samtgemeindeebene und dankte für die geleistete hervorragende Arbeit. Der stellvertretende Kreisbrandmeister und Brandabschnittsleiter Nord Volker Brinkmann berichtete von 1.486 Einsätzen auf kreisebene, darunter knapp dreihundert allein bei der Flächenlage „Sturm“ im Februar, sowie zahlreiche Flächenbrände im Sommer. Sein Dank galt vor allem der Arbeit in den Nachwuchswehren mit den Worten „ihr seid unsere Zukunft“. Bei weiteren Grußworten der Gäste bedankten sich Zugführer der Schnelleinsatzgruppe Sebastian Schmidt im Namen des Arbeiter-Samariter-Bund in Hoya für die tolle Zusammenarbeit und die gemeinsame Einsatzübung, sowie die Vorsitzende des THW-Ortsverband Hoya Lea Stühring für die gute Kameradschaft mit der Feuerwehr. Der Leiter der Werkfeuerwehr von Smurfit Kappa René Altenau dankte für die gleistete Arbeit der Feuerwehrkameraden, aber auch deren Angehörigen und übergab eine Spende in Form von einem Airbag-Schutzsystem. Bürgermeisterin Anne Wasner überbrachte Grüße auch im Namen von Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer mit den Worten „ich kann gar nicht genug danken, es ist beachtenswert, wie die Ehrenamtlichen der Feuerwehr ihre Freizeit fürs Allgemeinwohl opfern“, lobte das familiäre Flair und wünschte weiterhin eine schöne Zeit hoffentlich ohne Angriffe, mit Rückblick auf die Silvesternacht unter anderem in Berlin. Fachbereichsleiter Bürgerservice Uwe Back, der sich nach vierunddreißig Jahren im Amt auf den Jahreshauptversammlungen von seinen Feuerwehren verabschiedet bot einen Rückblick was sich während seiner Dienstzeit in der Feuerwehr Hoya alles geändert hat und lobte die Feuerwehr „Wenn wir euch nicht gehabt hätten, hätten wir längst nicht so viel erreicht“.

Fotos: M. Thiermann / FF Hoya; Text: M. Thiermann