Einsatzübung Hoya

Übung mit reellen Bedingungen

Qualm aus einem Gebäude, Hilferufe und klopfen an Fenstern von eingeschlossenen Personen. Das war das Szenario einer Einsatzübung in der Deichstraße in Hoya, die von Hoyas Ortsbrandmeisterin Petra Guder und ihrem Stellvertreter Mario Kramer ausgearbeitet wurde. Ziel der Übung war die Personenrettung mehrerer Personen, die Brandbekämpfung, aber auch die Raumordnung, mit den vielen Feuerwehrfahrzeugen und Wasserleitungen in der engen Straße. Eine Besonderheit war zudem, dass bei dieser Übung reell, wie bei einem echten Brandeinsatz mit Wasser gelöscht werden, und Türen aufgebrochen werden konnten, da es sich bei den beiden Übungsobjekten um Abrisshäuser handelte. Um 18:16 Uhr wurde zunächst die Stützpunktwehr Hoya über Meldeempfänger und Sirenen unter dem Stichwort „Gebäudebrand, klein – Unklare Rauchentwicklung im Gebäude“ alarmiert. Nach einer ersten Lageerkundung der Einsatzkräfte unter der Einsatzleitung von Oliver Endres von der Feuerwehr Hoya wurde die Alarmstufe erhöht und um 18:22 Uhr die Wehren aus Bücken, Wienbergen, Magelsen, Hilgermissen, Mehringen und Hoyerhagen, sowie die Dreheiter der Stadt Nienburg und der Arbeiter-Samariter-Bund mit drei Fahrzeugen auf den Plan gerufen. Bei dem Szenario war ein Brand im zweiten Obergeschoss eines Wohnhauses ausgebrochen, in dem sich vier Verletzte, darunter ein Dummie mit einem Gewicht von achtzig Kilogramm befanden. Im Laufe des Einsatzgeschehens breitete sich der Brand auf das Nachbargebäude mit nochmals zwei eingeschlossenen Verletzten aus. Unterteilt in zwei Brandabschnitte unter der Leitung von Wienbergens Ortsbrandmeister Heinrich Lohmann und Christian Dee von der Feuerwehr Bücken waren insgesamt rund hundert Einsatzkräfte vor Ort. Für die Wasserversorgung wurden unter anderem mit dem Gerätewagen Logistik B-Schläuche vom Löschplatz an der Weser bis zum Übungsort verlegt, mit der neben mehreren Strahlrohren auch die Drehleiter eingespeist wurde. Vor allem die sechs Atemschutzgeräteträger-Trupps leisteten einen wahren Knochenjob, denn zunächst mussten Türen, die zuvor zugenagelt wurden, aufgebrochen werden, und die Rettung der Verletzten war in beiden Gebäuden nur mit Tragetüchern und Schleifkorbtragen über ein schmales Treppenhaus möglich. Die Verletzten, die von Familienangehörigen und Freunden der Feuerwehr Hoya und zwei Mitarbeiterinnen des Rathauses gespielt wurden, und denen ein großer Dank für die Mithilfe gilt, wurden draußen angekommen den Sanitätern des ASB übergeben. Im Anschluss an die Übung zogen die Übungsteilnehmer am Feuerwehrhaus Hoya bei Bockwurst, Brötchen und kühlen Getränken als Stärkung ein durchweg positives Fazit von dem Verlauf der Einsatzübung. Hier wurden auch gleich die gebrauchten Atemschutzgeräte und Schläuche getauscht werden, um die Fahrzeuge gleich wieder einsatzbereit zu halten.

https://youtube.be/5tHj4z8IY-s

https://youtube.be/WyFY6TaHzeU

Videos: A. Wunderlich, Niedersaxen TV

Fotos: 3 FF Hoya, 1 F. Siefken

Text: M. Thiermann