Der Richtkranz weht über dem Anbau

Glück und Segen für den Bau und deren Nutzer                                                                                                                     Bauvorhaben am Feuerwehrhaus Hoya geht mit großen Schritten voran

Wie es im Zimmererhandwerk mit dem traditionellen Richtspruch üblich ist bekam auch der Anbau des Feuerwehrhauses in Hoya am Freitag „Glück und Segen“ ausgesprochen. Der An- und Umbau wurde mit dem Brandschutzbedarfsplan, der im Jahr 2015 vom Brandschutzingenieur Manfred Fennen ausgearbeitet wurde neben weiteren Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern und Fahrzeugneubeschaffungen notwendig. Die Planungen, Baugenehmigungen, erste Ausschreibungen und die Vergaben der einzelnen Gewerke konnten in 2019 abgeschlossen werden. Seitdem geht es an dem bestehenden Gebäude mit derzeit 355 Quadratmetern sichtlich mit dem Anbau, der eine Fläche von 825 Quadratmetern hat und L-förmig um den Altbau verläuft voran. Das komplette Gebäude wird auf den insgesamt 1.180 Quadratmetern dann über sieben Stellplätze in den Fahrzeughallen, inklusive einer Waschanlage verfügen. Weitere Räumlichkeiten wie den Umkleideräumen, Sanitärräume wie Toiletten und Duschen, Schulungs- und Besprechungsräume, ein Jugendraum, sowie eine Teeküche sind für insgesamt 128 Personen ausgelegt. Zudem ist ein Parkplatz mit 36 Stellplätzen vorgesehen. Neben der Stützpunktwehr Hoya mit seinen derzeit 62 Aktiven und 12 Alterskameraden wird auch die Freiwillige Feuerwehr Mehringen, die bereits seit vier Jahren mit der FF Hoya kooperiert mit 22 Aktiven und 12 Alterskameraden und ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug dort einziehen. Nicht zu vergessen der Nachwuchs, mit 11 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr Hoya und 24 Kids in der Kinderfeuerwehr Hoya und deren Betreuerteams. Bereits Mitte Januar rückten die ersten Bagger an, um Bäume und eine Hecke zu entfernen, ein vorübergehender Schotterparkplatz musste eingerichtet werden, da auf dem Alten der Anbau verläuft. Ende Januar herrschte reger LKW-Verkehr als die Erdarbeiten begannen, der Boden wurde ausgehoben und mit einer Sandplatte, sowie Recyclingmaterial aufgefüllt, um ihn tragfähig zu machen. Ende Februar wurden die ersten Fundamente gegossen, Anfang April folgte der Betonboden. Seit Mitte April war der Bau für Passanten nicht mehr zu übersehen, denn trotz der Corona-Pandemie ging es weiterhin zügig voran und mit den Mauerwerksarbeiten auch in die Höhe. Am Freitag war es dann soweit, der Bau bekam den traditionellen Richtkranz, sowie mit dem Richtspruch von Zimmerermeister Mathes Drexhage und dem Zerschlagen einer Flasche auf einem Balken seinen Segen für die Zukunft. Das Richtfest musste wegen der aktuellen Situation allerdings im sehr kleinen Rahmen stattfinden, wie Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer bedauerte. Außer ihm wohnten zudem Andreas Torst von der Samtgemeinde für den Bau zuständig, Bauleiter Lutz Peymann und Torsten Höfer vom Ingenieurbüro Meyer & Borcherding aus Nienburg, Gemeindebrandmeister Carsten Meyer, sein Stellvertreter Georg Bühmann und natürlich von den beiden Ortswehren der stellvertretende Gemeindebrandmeister und Ortsbrandmeister von Hoya Wilfried Gütz, die stellvertretende Ortsbrandmeisterin von Hoya Petra Guder und Ortsbrandmeister aus Mehringen Bernd Pfeiffer dem Richtfest bei. Trotz das das Richtfest nicht so stattfinden konnte, wie man es sich eigentlich vorgestellt hatte fand Detlef Meyer es in seiner kurzen Ansprache umso erfreulicher das der Bau derzeit im geplanten Zeit- und auch dem veranschlagten Kostenrahmen von 2,4 Millionen liegt. Einen besonderen Dank sprach er den am Bau beteiligten Personen und Firmen für die hervorragend geleistete Arbeit aus, auch wenn die meisten wegen der Corona-Situation nicht anwesend sein konnten.  Hierzu gehören Andreas Torst von der Samtgemeinde, die als Träger der Feuerwehren Bauherr ist, Bauleiter Lutz Peymann und Torsten Höfer vom Ingenieurbüro Meyer & Borcherding aus Nienburg (Planungen und Statik), Torsten Bode vom Ingenieurbüro Cord Asendorf aus Bruchhausen-Vilsen (Sicherheits- und Gesundheitskoordination), der Firma Schröder aus Sulingen (Erdarbeiten), Firma Biermann aus Marklohe (Beton- und Maurerarbeiten), Dachdecker- & Zimmereibetrieb Drexhage aus Schweringen (Zimmererarbeiten), sowie die Schneider & Bening GmbH aus Hoyerhagen (Dachdeckerarbeiten). Der Dank ging aber auch an die Ortswehr Hoya, die die Bauarbeiten nach Bedarf unterstützten, wie zum Beispiel dem Ausleuchten der Baustelle, als der Beton für die Bodenplatte morgens früh um fünf Uhr kam, oder dem wässern der Betonplatte, damit diese bei dem warmen Wetterverhältnissen nicht rissig wurde. Wenn alles weiterhin so gut im Zeitrahmen bleibt, sollen die Bauarbeiten Ende des Jahres abgeschlossen und der Neubau damit bezugsfertig sein.