Großeinsatz in Papierfabrik

Großeinsatz in Papierfabrik
Ein Großaufgebot von rund 160 Einsatzkräften aus Feuerwehren, dem technischen Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei waren am Freitagabend in einer Papierfabrik in Hoya im Einsatz. Aus ungeklärter Ursache war auf dem Außengelände des Rohstofflagers der obere Teil eines Haufens mit etwa dreihundert Tonnen losem Altpapier in Brand geraten. Um 17:28 Uhr wurden zunächst unter dem Stichwort „Industriebrand“ die Wehren Hoya, Hassel, Bücken, Hoyerhagen und Mehringen alarmiert, die Wasserversorgungen aus Hydranten und der Weser verlegten, die Werksfeuerwehr unterstützten und der Dachwasserwerfer des Tanklöschfahrzeugs aus Hoya kam zum Einsatz. Wegen der Rauchentwicklung veranlasste die Polizei Rundfunkdurchsagen das im Stadtgebiet Hoya Türen und Fenster geschlossen gehalten und auf der Landesstraße zwischen Hoya und Hassel sichtbehinderung besteht. Zeitgleich wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Ortswehren aus Heesen, Helzendorf/Nordholz, Hilgermissen, Wienbergen, Wechold, Schweringen und Magelsen, sowie das THW, die Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Verden, die technische Einsatzleitung aus Nienburg und weitere Fahrzeuge der Kreisfeuerwehr mit Schläuchen und Atemschutzgeräten alarmiert. Vor Ort waren auch Kreisbrandmeister Bernd Fischer, der stellvertretende Kreisbrandmeister und Brandabschnittsleiter Nord Volker Brinkmann, der stellvertretende Brandabschnittsleiter Nord Ehler Lange und Gemeindebrandmeister Carsten Meyer. Unter der Einsatzleitung von Hoyas Ortsbrandmeister und stellvertretendem Gemeindebrandmeister Wilfried Gütz wurde der Bereich in drei Abschnitte unterteilt. Der brennende Haufen mit dem losen Papier wurde unter Einsatz der Drehleiter, Atemschutzgeräteträgern und mehreren Strahlrohren mit massiven Wassereinsatz abgelöscht und die umzu gelagerten gepressten Altpapierballen mit C-Strahlrohren und Wasserwerfern geschützt, sowie mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Nach gut zwei Stunden konnten die ersten Wehren abrücken. Die verbleibenden Feuerwehren löschten das mit mehreren Radladern und Teleskopladern vom Betrieb, dem THW und der Kreisfeuerwehr auseinandergefahrene Papier ausgiebig mit Wasser und Schaummittel ab. Insgesamt waren über hundert C- und B-Schläuche und achtundzwanzig Atemschutzgeräte in Gebrauch. Um 23:30 Uhr konnte die Einsatzstelle an die Werksfeuerwehr übergeben werden, die weiter Nachlöscharbeiten leistete. Während des sechsstündigen Einsatzes wurden die Einsatzkräfte mit kurzfristig organisierten Getränken der Firma Gilster, sowie Essen und Kaffee vom angerückten Versorgungszug Wietzen versorgt. Fünf Personen kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsichtshalber in ein Krankenhaus. Laut Werksleiter Andreas Noss entstand ein geschätzter Schaden von 20.000 bis 30.000 Euro. Hinzu kommt der Produktionsausfall über mehrere Stunden.