Feuerwehren der SG Hoya
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„Ölspuren“ statt Fußball-WM

      

Das Feuerwehrleute Tag und Nacht einsatzbereit sind, ist bekannt, selbst während der Fußball-Weltmeisterschaft. Am Samstagabend hieß es für die Freiwilligen Feuerwehren Hoya und Eystrup „Ölspuren“ statt Deutschland gegen Schweden. Pünktlich zum Anstoß um 20:02 Uhr wurde zunächst die Ortswehr Hoya über Meldeempfänger zum Kreisel alarmiert. Hier zog sich eine etwa fünfzig Meter lange Spur durch den halben Kreisel bis in die Weserstraße, kurz vor der Einfahrt zum VGH-Gelände, wobei es sich vermutlich um Dieselkraftstoff handelte. Drei Säcke Bindemittel wurden von den zwölf ausgerückten Einsatzkräften benötigt, um den Kraftstoff ab zu streuen und dann mit Besen und Schaufeln zu beseitigen. Für die Dauer von 45 Minuten regelten Polizei und Feuerwehr zusätzlich den Verkehr durch den betroffenen Bereich. In der Halbzeitpause des Deutschlandspiels um 20:50 Uhr wurde dann die Ortswehr Eystrup ebenfalls über Meldeempfänger zu einer Ölspur gerufen. Vor Ort stellten sich zwei größere Spuren raus, zum einen an der Kreuzung B215/Bahnhofstraße in die Bahnhofstraße hinein, zum anderen in der Bahnhofstraße im Kreisel die Abfahrt Richtung Rethem hinaus. Die siebzehn Einsatzkräfte teilten sich in zwei Gruppen und streuten an beiden Einsatzstellen Bindemittel auf. In Eystrup wurden fünf Sack (á 20 Kilogramm) gebraucht. Da es sich auch hier wohl um Dieselkraftstoff und nicht um Öl handelte, erschwerte die Arbeit der Feuerwehr. Nach dem Aufnehmen des mit Kraftstoff vollgesogenen Bindemittels wurden die verschmutzten Bereiche zusätzlich mit insgesamt 3.000 Litern Wasser gereinigt. Zudem wurde der Verkehr bis zum Einsatzende um 22:30 Uhr geregelt und Warnschilder aufgestellt. Die Polizei Hoya hielt bei den Einsätzen in Hoya, sowie in Eystrup nebenbei die Einsatzkräfte der Feuerwehr über den Spielstand beim Fußball auf dem neuesten Stand. Das Fazit der Fußballspieldauer plus Nachspielzeit: Deutschland-Schweden 2:1; Feuerwehr gegen „Ölspuren“: insgesamt 29 Einsatzkräfte mit Streuwagen, Besen und Schaufeln, 8 Säcke (160 kg) Bindemittel und 3.000 Liter Wasser besiegen Kraftstoffspuren an drei Einsatzstellen mit unbekannter Ursache.