Schornsteinbrand

Drei Einsätze binnen acht Stunden

Das Sturmtief am Donnerstag ließ die Feuerwehren in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya relativ verschont von Einsätzen. Lediglich die Freiwillige Feuerwehr Hassel wurde am Nachmittag zu einem umgestürzten Baum gerufen, der beide Fahrbahnen der B215 Richtung Barme versperrte. Eine Stunde später rückte zudem die Feuerwehr Wienbergen aus, um einen ebenfalls umgestürzten Baum von der Hingster Straße zwischen Hoya und Hingste von der Straße zu beseitigen. Turbulent wurde es dagegen am Freitag für die Ehrenamtlichen der Feuerwehr Hoya, die innerhalb von nur acht Stunden gleich drei Alarmierungen zu Einsätzen erreichte. Um 9:30 Uhr zunächst eine aufgelaufene Brandmeldeanlage in einer Spedition, wo ein Eingreifen der Feuerwehr jedoch nicht erforderlich war. Um 14:11 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einer gut fünfhundert Meter langen Spur von auslaufenden Betriebsstoffen eines Transporters gerufen, die sich über die Weserstraße, ein Stück der Bücker Straße entlang bis in die Lange Straße hinein erstreckte und unter der Leitung von Oliver Endres von vierzehn Einsatzkräften abgestreut wurde. Ein ruhiger Abend war trotz der bereits zwei absolvierten Einsätze nicht in Sicht. Um 17:32 Uhr riefen Sirenen und Meldeempfänger die Einsatzkräfte aus Hoya abermals auf den Plan, dieses Mal unter dem Stichwort „Schornsteinbrand“, zusammen mit der Ortswehr Hoyerhagen, sowie der Polizei aus Hoya. An der Hauptstraße in Hoyerhagen hatte sich ein Schornstein, vermutlich durch Verrußung entzündet. Der Hausbesitzer bemerkte Brandgeruch und setzte den Notruf ab, da sich der Schornstein auch heiß anfühlte. Die 32 angerückten Einsatzkräfte holten unter der Einsatzleitung von Hoyerhagens stellvertretendem Ortsbrandmeister Kai Wicke die Glut aus dem im Keller befindlichen Ofen und löschten diese im Außenbereich ab, leuchteten die Einsatzstelle aus und bauten eine Wasserversorgung auf. Zudem wurde der Schornstein mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und vom Dachboden aus von einem hinzugerufenen Schornsteinfeger ausgefegt. Durch die Hitze hatten sich Glutnester in der Verkleidung des Schornsteins gebildet, aus der im nächsten Moment schon Flammen schlugen. Atemschutzgeräteträger bahnten sich von außen durch das teilweise abdecken der Pfannen einen sicheren Weg zum Schornstein hinauf, um diesen abzulöschen und anschließend die aus Holz und Schiefer bestehende Verkleidung abzureißen, um den Schornstein abzukühlen, bevor auch dieser Einsatz nach gut zwei Stunden beendet werden konnte. Die Hauptstraße war in dieser Zeit im Bereich des Einsatzortes halbseitig gesperrt.