{"id":7440,"date":"2026-09-16T18:35:53","date_gmt":"2026-09-16T16:35:53","guid":{"rendered":"https:\/\/ff-sghoya.de\/?p=7440"},"modified":"2026-09-16T18:37:53","modified_gmt":"2026-09-16T16:37:53","slug":"feuerwehren-ueben-gefahrguteinsatz-in-der-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ff-sghoya.de\/?p=7440","title":{"rendered":"Feuerwehren \u00fcben Gefahrguteinsatz in der Schule"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Feuerwehren werden l\u00e4ngst nicht nur bei Br\u00e4nden oder Verkehrsunf\u00e4llen gerufen. Auch der Schutz der Umwelt geh\u00f6rt zu ihren Aufgaben. Das Einsatzspektrum reicht dabei von der \u00d6lspur auf Stra\u00dfen \u00fcber Gaslecks bis hin zu Unf\u00e4llen mit gef\u00e4hrlichen chemischen Stoffen. Wie ein solcher Gefahrguteinsatz ablaufen kann, \u00fcbten die Feuerwehren am Montag am Johann-Beckmann-Gymnasium in Hoya. F\u00fcr das \u00dcbungsszenario wurde angenommen, dass im Chemieraum mehrere gef\u00e4hrliche Stoffe ausgetreten waren. Gleichzeitig befand sich noch eine Person im Raum, die gerettet werden musste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem solchen Einsatz steht zun\u00e4chst die Sicherheit an erster Stelle. Der betroffene Bereich wurde daher erkundet, abgesperrt und als Gefahrenbereich gekennzeichnet. Anschlie\u00dfend gingen speziell ausger\u00fcstete Einsatzkr\u00e4fte in das Geb\u00e4ude vor. Die eingesetzten Trupps trugen neben schwerem Atemschutz auch Chemikalienschutzanz\u00fcge (CSA). Diese gasdichten Schutzanz\u00fcge verhindern den direkten Kontakt mit gef\u00e4hrlichen Stoffen. Unter diesen Bedingungen ist die Arbeit der Feuerwehrleute aber besonders anspruchsvoll, da die Einsatzkr\u00e4fte nur eingeschr\u00e4nkt sehen, h\u00f6ren und sich bewegen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wird die Einsatzzeit durch den Luftvorrat begrenzt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"1066\" src=\"https:\/\/ff-sghoya.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/20260914_Hoya_Gefahrgutdienst_01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7441\" srcset=\"https:\/\/ff-sghoya.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/20260914_Hoya_Gefahrgutdienst_01.jpg 800w, https:\/\/ff-sghoya.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/20260914_Hoya_Gefahrgutdienst_01-768x1023.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vermisste Person, bei dieser \u00dcbung durch eine Puppe dargestellt, konnte schnell gefunden und mit einer Trage aus dem Geb\u00e4ude gerettet werden. Parallel zur Menschenrettung galt es, die ausgetretenen Stoffe zu untersuchen und die Lage im Chemieraum einzusch\u00e4tzen. Daf\u00fcr kamen verschiedene technische Hilfsmittel zum Einsatz. So konnten die Einsatzkr\u00e4fte au\u00dferhalb des Geb\u00e4udes Informationen \u00fcber die vorgefundene Situation erhalten und auf dieser Grundlage die weiteren Ma\u00dfnahmen planen. Daf\u00fcr lieferten die Fachleute des ABC-Zuges wertvolle Unterst\u00fctzung. Anschlie\u00dfend wurden die betroffenen Beh\u00e4ltnisse gesichert, verschlossen und entsprechend verpackt. Damit konnte verhindert werden, dass weitere Gefahr von den Stoffen ausging, die laut Kennzeichnung Brom, Schwefels\u00e4ure und Salpeters\u00e4ure darstellten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem Gefahrguteinsatz besteht allerdings auch nach dem eigentlichen Einsatz im Gefahrenbereich ein Problem f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte. Die Schutzkleidung k\u00f6nnte bei der Arbeit mit den Gefahrstoffen verunreinigt worden sein. Deshalb wurde parallel auf dem Schulhof eine Dekontaminationsstrecke aufgebaut. Dort wurden die eingesetzten Trupps mit speziellen Reinigungsmitteln in einer aufblasbaren Dusche ges\u00e4ubert. Das Waschwasser wird zum Schutz der Umwelt aufgefangen. Erst danach konnten die Einsatzkr\u00e4fte ihre Chemikalienschutzanz\u00fcge ablegen. Diese Ma\u00dfnahme ist ein wichtiger Bestandteil eines Gefahrguteinsatzes. Sie verhindert, dass die Gefahrstoffe aus dem Einsatzbereich herausgetragen werden und weitere Personen zu Schaden kommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/ff-sghoya.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/20260914_Hoya_Gefahrgutdienst_02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7442\" srcset=\"https:\/\/ff-sghoya.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/20260914_Hoya_Gefahrgutdienst_02.jpg 1000w, https:\/\/ff-sghoya.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/20260914_Hoya_Gefahrgutdienst_02-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das von Zugf\u00fchrer Christian Thies ausgearbeitete \u00dcbungsszenario war ein umfangreiches Aufgebot an Einsatzkr\u00e4ften erforderlich. Beteiligt waren der ABC-Zug aus Nienburg und der Zug I \u2013 Nord der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt. Sie besteht aus den Feuerwehren B\u00fccken, Hassel, Hoya, Schweringen und Warpe.<br>Die \u00dcbung bot den beteiligten Einsatzkr\u00e4ften die M\u00f6glichkeit, das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten unter realit\u00e4tsnahen Bedingungen zu trainieren. Gerade bei Gefahrguteins\u00e4tzen kommt es darauf an, dass viele einzelne Ma\u00dfnahmen ineinandergreifen, von der ersten Erkundung \u00fcber den Aufbau der ben\u00f6tigten Ger\u00e4te, die Menschenrettung und die Sicherung der Gefahrstoffe bis hin zur abschlie\u00dfenden Dekontamination. So konnte unter sicheren \u00dcbungsbedingungen ein Einsatzszenario trainiert werden, das im Ernstfall besondere Anforderungen an Mensch, Technik und die Zusammenarbeit stellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Text: Dr. Andreas Kubier, Feuerwehrpressesprecher Samtgemeinde Hoya<br>Bilder: Samtgemeindefeuerwehr Hoya<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Feuerwehren werden l\u00e4ngst nicht nur bei Br\u00e4nden oder Verkehrsunf\u00e4llen gerufen. 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