{"id":1617,"date":"2018-01-16T18:13:46","date_gmt":"2018-01-16T17:13:46","guid":{"rendered":"http:\/\/ff-sghoya.de\/?page_id=1617"},"modified":"2021-08-22T11:38:01","modified_gmt":"2021-08-22T09:38:01","slug":"chronik-der-freiwilligen-feuerwehr-wienbergen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ff-sghoya.de\/?page_id=1617","title":{"rendered":"Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Wienbergen"},"content":{"rendered":"<p>Die Freiwillige Feuerwehr Wienbergen wurde in Oktober 1934 gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Zuvor gab es von 1823 \u2013 1935 eine Pflicht Feuerwehr in Wienbergen. Zum Eintritt in diese waren verpflichtet alle m\u00e4nnlichen Einwohner der Gemeinde Wienbergen vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.\u00a0 Befreit waren \u00c4rzte &amp; Apotheker, Sch\u00fcler, Personen mit k\u00f6rperlicher oder geistiger Einschr\u00e4nkung, Mitglieder einer anerkannten Freiwilligen Feuerwehr. Die erste Feuerspritze wurde im Jahre 1823 zum Preis von 400 Taler beschafft.<\/p>\n<p>Im Jahre 1840 bildeten die Bauernschaften Hilgermissen und Wienbergen eine Spritzengemeinschaft. Im Herbst 1895 stellten die Gemeinden Ubbendorf, Mehringen und Heesen einen Antrag sich den bestehenden Spritzenverband Wienbergen \/ Hilgermissen anzuschlie\u00dfen. Diesen Antrag wurde im November 1895 zugestimmt. Als Entsch\u00e4digung bzw. Beitrag haben die betroffenen Gemeinden einen kleinen Betrag an den bisherigen Spritzenverband zu zahlen. In den folgenden Jahren wurden einige Renovierungen am Feuerwehrhaus sowie materielle Anschaffungen get\u00e4tigt. Im Januar 1923 beschlossen die Gemeinden Wienbergen \/ Hilgermissen den Beitrag f\u00fcr die in den Spritzenverband beigetretenden Gemeinden um ein Vielfaches zu erh\u00f6hen. Daraufhin entschlossen sich die 3 Gemeinden eine eigene Freiwillige Feuerwehr gemeinsam zu gr\u00fcnden. Dieses geschah dann im August 1926.<\/p>\n<p>Als im Oktober 1934 die Pflicht Feuerwehr aufgel\u00f6st werden sollte, entschied man sich zusammen mit Hilgermissen eine Freiwillige Feuerwehr zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Im Jahr 1935 wurde die alte Abprotzspritze sowie die alten Schl\u00e4uche verkauft. Hierf\u00fcr wurde ein neuer zweir\u00e4driger Schlauchwagen sowie 200 Druckschl\u00e4uche gekauft. Ebenso wurde ein Kostenangebot f\u00fcr die Anschaffung einer Motorspritze eingeholt. Jedoch wurde diese von beiden Gemeinder\u00e4ten (Hilgermissen \/ Wienbergen) abgelehnt, da die Anschaffungskosten zu hoch waren. Am 28. Dezember 1944 wurde dann endlich von der Firma Herman Koebe eine Tragkraftspritze \u2013 TS 8 \u2013 ausgeliefert. Zu dieser wurde dann auch ein Tragkraftspritzenanh\u00e4nger sowie die technische Ausr\u00fcstung mitgeliefert.<\/p>\n<p>Am 1. Juli 1947 wurde der Feuerl\u00f6schverband Wienbergen \/ Hilgermissen auf beiderseitigen Wunsch und im guten Einvernehmen aufgel\u00f6st. Das Guthaben in H\u00f6he von 1000 Mark, dass die Gemeinde Hilgermissen noch beim Feuerl\u00f6schverband Wienbergen hatte, sollte in Kieslieferungen von je 5 cbm \u00e0 3 Mark = 150 Mark von Wienbergen bezahlt werden. Dieses wurde von den beiden B\u00fcrgermeistern m\u00fcndlich vereinbart.<\/p>\n<p>Nach dem 2. Weltkrieg traten 14 Einwohner aus Wienbergen in die Feuerwehr ein, sodass eine Mitgliederst\u00e4rke von 29 Kameraden vorhanden war. Es lag allen sehr am Herzen die Feuerwehr gut ausger\u00fcstet zu sehen, um im Ernstfall einsatzf\u00e4hig zu sein. Durch die Kriegsjahre gab es einen gro\u00dfen Nachholbedarf f\u00fcr Neuanschaffungen, was jedoch f\u00fcr die kleine Gemeinde Weinbergen sehr schwer war. So wurden von 1950 bis 1955 nur kleinere Anschaffungen get\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Da die Koebe-Spritze die 1944 angeschafft wurde, nicht mehr einsatzsicher war, beschloss der Gemeinderat in April 1958 eine neue Motorspritze von der Firma Bergmann in Bremen zu kaufen. Die Anschaffung dieser gab den Jungen Feuerwehr Kameraden neuen Aufschwung, sodass sie beschlossen 1958 erstmalig an den Kreiswettk\u00e4mpfen in Asendorf teilzunehmen.<\/p>\n<p>Am 11. M\u00e4rz 1961 legte der bisherige Brandmeister Wilhelm Kuhlmann sein Amt als Gemeindebrandmeister nieder. Schon vorab auf einer au\u00dferordentlichen Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wienbergen am 21. Februar 1961 wurde Fritz Meyer jun. zum neuen Gemeindebrandmeister gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, am 12. M\u00e4rz nach der Amts\u00fcbernahme von Fritz Meyer als Gemeindebrandmeister, brannte es in einem Tagel\u00f6hner Haus in Hingste. Da der Tragkraftspritzen-Anh\u00e4nger in der vorherigen Woche vom Kreisschirrmeister Sievers aus Syke, aus dem Verkehr gezogen wurde, musste die Spritze und s\u00e4mtliche L\u00f6schger\u00e4te auf einen Gummiwagen umgeladen werden. Durch die Vorbereitung und das Umladen, dauerte es \u00fcber eine Stunde, bis die Feuerwehr an der Brandstelle eingetroffen war.<\/p>\n<p>Der Gemeinderat erfuhr von dieser gro\u00dfen Verz\u00f6gerung und beschloss daraufhin am 20. April f\u00fcr die Feuerwehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug \u2013 TSF \u2013 der Marke Ford von der Firma Detlow aus Eystrup zu kaufen. Dieses wurde dann am 15. Juli 1961 in einer kleinen Feierstunde \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Auf Vorschlag eines Feuerwehrkameraden aus Wienbergen, beschloss die Generalversammlung 1962 eine Sommerfahrt nach Berlin zu starten. Dieses war das Startzeichen f\u00fcr eine unzertrennliche Kameradschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Berlin \u2013 Lichtenrade, die bis heute anh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Mehr zur Paten-Feuerwehr Berlin \u2013 Lichtenrade unter:\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/ff-sghoya.de\/?page_id=1614&amp;preview=true\">https:\/\/ff-sghoya.de\/?page_id=1614&amp;preview=true<\/a><\/p>\n<p>Das gute Verh\u00e4ltnis zu der Berliner Feuerwehr hatte dazu beigetragen, dass die Feuerwehren des Landkreises Grafschaft Hoya vollmotorisiert sind, denn die Wehren, die bis dahin ohne Fahrzeuge waren, erhielten von der Berliner Feuerwehr ausgesonderte Unfallrettungswagen f\u00fcr wenig Geld. So erhielt auch Wienbergen 1967 ein zweites Fahrzeug als Funkkommando-Wagen aus Berlin.<\/p>\n<p>Im August des gleichen Jahres wurde auch eine neue Tragkraftspritze, die \u00fcber eine automatische Ansaugvorrichtung verf\u00fcgt angeschafft.<\/p>\n<p>Am 12.September 1965 feierte die Freiwillige Feuerwehr Wienbergen ihr 30j\u00e4hriges Bestehen. Hierzu wurden alle Feuerwehren des Kreises Grafschaft Hoya eingeladen. Auch die Parten-Feuerwehr Berlin Lichtenrade beteiligte sich hieran. Es traten 68 Gruppen zu den Wettk\u00e4mpfen an. F\u00fcr die Bewohner der kleinen Gemeinde Wienbergen war dieses ein einmaliges Erlebnis bei herrlichem Herbstwetter.<\/p>\n<p>Durch st\u00e4ndig ansteigende Unkosten und immer geringeren Einnahmen musste auch der Haushalt der Feuerwehr K\u00fcrzungen hinnehmen. So wurden in den folgenden Jahren nur die notwendigsten Anschaffungen get\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Als 1970 \/ 1971 die Gemeindereform ins Gespr\u00e4ch kam, stellte die Feuerwehr an die Gemeinde den Antrag, den Stall an der Schule (heutiges DGH) als Ger\u00e4tehaus der Feuerwehr umzubauen. Die Feuerwehr fand sich bereit, dieses in Eigenleistung zu machen. Der Antrag wurde dann auch vom Gemeinderat unterst\u00fctzt, sodass im Mai 1972 das neue Feuerwehrhaus bei einer kleinen Feierstunde eingeweiht werden konnte.<\/p>\n<p>Das alte Ger\u00e4tehaus, das ca. 170 Jahre alt war, wurde von der Feuerwehr abgerissen und das Holz verkauft.<\/p>\n<p>Durch die am 1. Mai 1974 eingetretene Gemeindereform wurde der Aufgabenbereich f\u00fcr die Sicherstellung des Brandschutzes von den Gemeinden auf die Samtgemeinde Hoya verlagert. Dadurch ergaben sich 14 Ortswehren in der alten Samtgemeinde Hoya. Die 14 Ortsbrandmeister dieser w\u00e4hlten in Mai 1974 den Wienberger Ortsbrandmeister Fritz Meyer zum Gemeindebrandmeister. Daraufhin legte Fritz Meyer sein Amt als Ortsbrandmeister nieder. Am 1. Juli 1974 wurde Fritz Fahrenholz zum neuen Ortsbrandmeister gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ortsbrandmeister der Ortswehr Wienbergen seit der Gr\u00fcndung 1934<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vom 1. Dez. 1934 bis 20. Jan. 1955<br \/>\nHeinrich Meyer, Wienbergen Nr. 14<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vom 20. Jan. 1955 bis 11. M\u00e4rz 1961<br \/>\nWilhelm Kuhlmann, Niederboyen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vom 11. M\u00e4rz 1961 bis 30. Juni 1974<br \/>\nFritz Meyer jun., Wienbergen Nr.5<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vom 1. Juli 1974 bis 3. Jan. 1992<br \/>\nFritz Fahrenholz, Wienbergen Nr.15<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vom 3. Jan. 1992 bis 10. Jan. 2009<br \/>\nCarsten Meyer, Wienbergen Nr. 5<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vom 10. Jan. 2009 bis 12. August 2021<br \/>\nHolger Homfeld, Wienbergen Nr. 26<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vom 12. August 2021 bis heute<br \/>\nHeinrich Lohmann, Wienbergen Nr. 38<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Freiwillige Feuerwehr Wienbergen wurde in Oktober 1934 gegr\u00fcndet. 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